Wo Menschen die Natur lieben,
geht es der Natur auch gut

Kinder

Kinder, die Natur nicht frei erleben und sie nicht zu lieben lernen, werden sie später nicht so wertschätzen, wie sie es verdient. Deshalb sollen sie in Tiefwerder Blumen pflücken können, im Gras spielen, Kräuter sammeln oder wilde Himbeeren von Sträuchern zupfen.

Erholung

In der freien Natur erholen wir uns am besten. Als Menschen einer Großstadt sind wir auf Naherholungsgebiete angewiesen. Und wo Menschen sind, die die Natur lieben, geht es der Natur auch gut. In Tiefwerder funktionierte dieses Miteinander rund 200 Jahre sehr harmonisch. Deshalb möchten wir die gesunde Balance für alle wieder herstellen.

Tiere

Bienen, Hummeln, Schmetterlinge oder Marienkäfer werden immer seltener in Berlin. Aber sie sind wichtig. Obstbäume- und Sträucher sowie Blumen in den vielen Gärten bieten ihnen die Nahrung, das Umfeld, das sie brauchen.

Pflanzen

Laubenpieper lieben nicht nur ihre Lauben, sondern auch den Fuß- oder Radweg dorthin. Deshalb sorgen sie dafür, dass Bäume, Sträucher oder Blumen in trockenen Perioden ausreichend Wasser bekommen. Das wiederum schützt die Pflanzenvielfalt und hält das Gebiet gesund.

Wasser

Die kleinen Kanäle in Tiefwerder sind sensibel. Durch den Urin der Rinder verkrautet das Wasser und das verursacht Sauerstoffmangel. Die Folge: Ein Gewässer kippt um und die Fische sterben.

5 Fagen – 5 Antworten oder:
Ist da was faul im Staate Spandau? 

 

Öffentliches Interesse oder geschäftliche Ziele?

2005 schlug die Berliner Landesarbeitsgemeinschaft Naturschutz (BLN) dem Land Berlin das Gebiet Tiefwerder als sogenanntes Ausgleichsgebiet für an anderer Stelle geplante Eingriffe in die Natur vor. Zu dem von den Naturschutzverbänden entsandten Gremium gehörten auch Vertreter, die hauptberuflich für das Büro „Stadt-Wald-Fluss“ arbeiteten. Dieses Büro hat auch die Aufträge für durchzuführende Maßnahmen in Tiefwerder erhalten. Die beiden Geschäftsführer des Landschaftsbüros „Stadt-Wald-Fluss“ fungierten gleichzeitig als Leiter von Arbeitsgruppen des BUND-Berlin, der sich ebenfalls für ein „Schutzgebiet“ in Tiefwerder stark gemacht hat. Geschäftsführer von „Stadt-Wald-Fluss“ waren also sowohl in der BLN als auch beim BUND aktiv. Gerne würde man wissen, wie viel das Büro durch sein „ehrenamtliches“ Engagement verdient hat. Eine saubere Trennung von privaten und gemeinnützigen Interessen sieht anders aus. Vereine wie der BUND und die BLN wurden genutzt , um letztlich privaten, wirtschaftlichen Gewinn zu erzielen.

Wer profitiert in jedem Fall?

Die mit öffentlichen Mitteln finanzierten Baumaßnahmen zur Einrichtung von mittlerweile 16 Hektar umzäuntem  Land erfolgte durch Firma Reinhold Fehmer GmbH, Nauener Str. 101, 14612 Falkensee, Geschäftsführung  Helmut Querhammer.

Nutznießer des mit öffentlichen Mitteln finanzierten „Weidelandes“ ist der Betrieb Döberitzer Heide Galloways, Döberitzer Str. 29 D-14476 Potsdam OT Fahrland, Geschäftsführung Helmut Querhammer. Diesem Betrieb gehören die Tiere, die in Tiefwerder weiden, ihr Fleisch wird später regulär verkauft.

Büffel aus Fernost statt wilde Wiesen?

Die Anpreisung der Wasserbüffel als besonders ökologisch ist zwar gerade sehr in Mode, tatsächlich  jedoch  wird öffentliches Land aus finanziellen Gründen zweckentfremdet.  Schwer nachvollziehbar ist es wenn gegen „Neophyten“, z.B. bestimmte Bäume und Sträucher in den Kleingärten gebietsferner Herkunft, zu Felde gezogen wird, aber ausgerechnet asiatische Büffel zum Segen für Fauna und Flora erklärt werden.  Die bessere Maßnahme wäre eine schonende Mahd. Selbst die im Auftrag des Bezirksamtes Spandau erstellte Studie ließ bislang für die Natur keine Vorteile durch die Tierhaltung erkennen.

Wem gehört das Land?

Die Umzäunung des Gebietes (elektrisch) ist nur schwer mit dem § 56 BNatSchG vereinbar. Vgl. die gesetzlichen Bestimmungen zum Betretungsrecht: (http://www.naturschutzrecht-online.de/naturschutzrecht/erholung/4-inhalt-und-grenzen-des-betretungsrechts und http://www.s162552179.online.de/DIMB-BETR.htm#BERLIN).

Der engmaschige Zaun um 16 Hektar Wiesen (nunmehr Weiden) behindert neben Menschen  auch einheimische Wildtiere. Das ist gefährlich. Auf den engen Wegen sind Spaziergänger  Wildschweinen gefährlich ausgeliefert.

Der Mensch kein Teil der Natur?

Auch Kleingärten leisten einen wichtigen Beitrag zur Biodiversität. Lauben und Schuppen bieten zum Beispiel Fledermäusen und Siebenschläfern wichtige Verstecke und Sommerquartiere. Hecken, Laub- und Komposthaufen sind Refugien für Vögel, Igel, Schlangen und andere Tiere. Eine im Auftrag des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) in Auftrag gegeben Studie beschreibt ausführlich die ökologische Bedeutung von Kleingärten (http://www.bbsr.bund.de/nn_23494/BBSR/DE/Veroeffentlichungen/BMVBS/Forschungen/2008/Heft133.html).